Träumen von Platz 1
Für einen Hertha-Fan waren die letzten Wochen und Monate natürlich ein wahrer Traum, wenn man mal vom mittelmäßigen Abschneiden im Uefa-Cup absieht (das 0:4 gegen Piräus schmezt immer noch). Wenn irgendjemand vor der Saison vorrausgesagt hätte, Hertha würde nach 20 Spieltagen auf Platz 1 stehen, hätte man ihn vermutlich in eine geschlossene Anstalt einweisen lassen. Der Umstand, dass der bisherige Erfolg Herthas eben nicht an die Mitwirkung einiger bedeutender Spieler gebunden ist, dass Herthas Spiel vielmehr immer unabhängiger von Einzelpersonen wird, macht die Erfolge noch überraschender – und stellt die exellente Arbeit des Trainers noch mehr heraus. Wie genau es zu einem derartigen Leistungssprung praktisch aller Spieler der Mannschaft kommen konnte, weiß wohl nur Favre selbst, den man wohl schon jetzt ohne Übertreibung als Hoeness’ größten Transfercoup bezeichnen kann.
Nach dem kleinen Rückschlag gegen Wolfsburg geht es nun also am Wochenende gegen Gladbach mit Hans Meyer. In der aktuellen Verfassung ist Hertha ein Sieg durchaus zuzutrauen, womit man auch nach 22 Spielen weiter unter den ersten 3 wäre. Wie lang Hertha sich noch da oben halten kann wird man sehen – vielleicht ja doch bis ganz zum Schluss, vielleicht reicht es doch zur ganz großen Überraschung. Sicher, auf dem Papier hat Herthas Kader nicht das Format der Konkurrenz – aber traf das auf Stuttgart 2007 , Werder 2004 oder Kaiserslautern 1998 nicht genauso zu ?

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